Zwei Komponisten, die dem Tod eine Form geben wollten: Franz Schubert, der mit siebenundzwanzig wusste, dass ihm wenig Zeit blieb, und der Italiener Ezio Bosso, der bis zuletzt das Leben beschwor. Im Zentrum steht Schuberts «Der Tod und das Mädchen» — der Tod tritt hier nicht als Schrecken auf, sondern in Gestalt einer Frau.
So wird das Quartett zu einer bitter-zärtlichen Annäherung an ein Ende, das in der Kunst Versöhnung findet. Drei Körper geben den Hauptfiguren Gestalt: Schubert selbst, der Schönheit verpflichtet und suchend, der Tod, still und verführerisch, und Bosso, der demselben Horizont entgegenging und mit nur 48 Jahren starb. Sein fünftes Streichquartett «Music for the Lodger» antwortet Schubert über zwei Jahrhunderte hinweg. Was diesen Abend «nicht von dieser Welt» macht, ist die Verbindung dieser Musik mit dem Tanz.